RegioCOP 2025

Die RegioCOP fand 2025 das dritte Mal statt. Unter dem Motto „regional handeln, um global zu verändern“ wurde mit über 500 Angemeldeten aus (Lokal-)Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zum 10-jährigen Jubiläum des Pariser Klimaabkommens diskutiert, wie weit oberfränkische Anstrengungen in Sachen Klimaschutz, Klimaanpassung sowie sozial-ökologischer Transformation schon sind. Ziel war es, von  Good-Practise-Beispielen zu lernen, die Übertragbarkeit auf Oberfranken zu diskutieren und neue Strategien und Maßnahmen zu erarbeiten.  

Das war neu…

Der Sprecher*innen-Rat

2025 wurde der Sprecher*innen-Rat als Vertretung der RegioCOP 2025 gewählt. Die Aufgabe des Sprecher*innen-Rats ist die Vertretung der RegioCOP in der Öffentlichkeit für die Dauer von einem Jahr. Dafür wurde im Entscheidungsremium der RegioCOP (Steuerungskreis) Kandidat*innen gewählt.

Das wissenschaftliche Sekretariat

2025 wurde die RegioCOP institutionell auf eigene Beine gestellt. Damit die Organisation durch eine Koordinierungsstelle geleitet und durch Fachwissen begleitet werden kann, wurde das Wissenschaftliche Sekretariat eingerichtet und besetzt.

neue Teilkonferenzen

2025 konnten Teilkonferenzen zu neuen Themen organisiert werden: TK Jugend zusammen mit der KLJB, TK Wirtschaft mit der Teilnahme der IHK und HWK, sowie TK Stadt- und Regionaplanung und -Entwicklung zusammen mit der HS Coburg.

Resolution zur bayerischen Kommunalwahl 2026

Der Steuerungskreis der RegioCOP2025 hat sich anlässlich der Kommunalwahl 2026 entschieden einen Appell in Form einer Resolution zu veröffentlichen, der sich an die Parteien und Wählerorganisationen richtet, die sich dort zur Wahl stellen. Ziel ist es, an die Verantwortung zu appellieren und die Eindämmung der Klimakrise zu einem zentralen Thema für die kommende Legislaturperiode zu machen.

Programm

Titel: Transformative Kraft von Stadt und Region in Oberfranken
 
Termin: 11. November: 9:00 – 13:00 Uhr
 
Ort: Lagarde1, Nathan-R.-Preston-Straße 1, Bamberg
 
Leitung: Prof. Mario Trvtkovic – Professur für Städtebau und Entwerfen Hochschule Coburg
 
Wachsende Flächenkonkurrenz und tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen – etwa durch die Klimakrise, den demografischen Wandel, Migration, neue Lebensstile und Werte – erfordern einen neuen Gesellschaftsvertrag, der Stadt und Land verbindet. Siedlungs- und Außenbereiche sind eng verflochten: Sie sichern Versorgung, Märkte, Nahrung, Luftaustausch, Wasser und Energie. Eine verantwortungsvolle Stadt- und Regionalentwicklung muss dabei die planetaren Grenzen respektieren, besonders beim Flächenverbrauch, den CO2-Emissionen, der Belastung von Lebensräumen und der Wassernutzung. Für die Region Oberfranken bedeutet das: die Raumentwicklung muss verbindlich mit dem Klima und Biodiversitätsfragen verknüpft werden, statt mehr Wettbewerb braucht es mehr Allianzen und Kooperationen. Hierbei muss die Oberfränkische (Kultur)-Landschaft die Basis der Raumentwicklung werden. Zudem braucht es klare Ziele für die Raumordnung, etwa zur Reduzierung des Flächenverbrauchs auf „Netto Null“. 
 
Eine zukunftsfähige Regionalentwicklung verlangt eine positive Vision: Wie sichern wir ein modernes, gemeinschaftliches Leben im Einklang mit den planetaren Grenzen? Welche Lebensstile, Technologien und Alltagspraktiken ermöglichen eine nachhaltige Nutzung begrenzter Ressourcen? Hierzu sind alle Maßstäbe – Quartier, Dorf/Stadt/Kommune, funktional zusammenhängende Räume – mitzudenken und wirken aufeinander.  Solche Veränderungen erfordern tiefgreifende Umbrüche, die Unsicherheiten mit sich bringen. Doch positive Leitbilder können Orientierung geben: Sie zeigen, wie ein zukunftsfähiges Oberfranken aussehen kann – dekarbonisiert, klimapositiv, mit artenreichen Kulturlandschaften, regionalen Wirtschaftskreisläufen, Gemeinwohlorientierung, sozialer Sicherheit und Gesundheit.
 
In der TK wurden die Handlungsmöglichkeiten der Akteure aus Stadt- und Regionalentwicklung und Planung auf lokaler bis regionaler Ebene dargestellt und die Praxis kritisch reflektiert. Neben übergeordneten Zielsetzungen einer nachhaltigen räumlichen Transformation wurden auch konkrete gelungene Beispiele im Bestandsquartieren auf Konversionsflächen und Einfamilenhausgebieten gezeigt. Zudem wurden Handlungsempfehlungen für die drei räumlichen Ebenen Region, Stadt, Quartier gemeinsam erarbeitet.
 
Moderation: Prof. Dr. Mario Tvrtkovic, HS Coburg
Einführung: Prof. Dr. Manfred Miosga, Universität Bayreuth
 
Impulse:
  • Multiple Krisen als Herausforderung für die Planung in Stadt und Region – Ansatzpunkte für Lösungen (Prof. Dr. Manfred Miosga, Universität Bayreuth)
  • Neue Mehrfachnutzung durch Konversion im Bestand – Mainleus: Wohnen unter Sheddächern (Prof. Hans-Peter Hebensperger-Hüther, H2R Architekten/Stadtplaner, München)
  • Wohnraumaktivierung in Einfamilienhausquartieren: eine typologische Perspektive (Prof. M.Sc. Julia Siedle, HS Biberach
  • Entwicklung in Quartieren und Konversionsflächen Stadt Bamberg, N.N. (Angefragt)
  • nach der anschließenden Kaffeepause wird im Worldcafé zu Handlungsansätzen in Oberfranken diskutiert u.a. mit Joachim Block (Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken). Prof. Dr. Mario Trvtkovic (Hochschule Coburg) wird die Abschlussrunden und den Ausblick der Veranstaltung moderieren.
Titel: Jugend schaffts gemeinsan!
 
Termin: 11.11.25 14-17 Uhr
 
Ort: Saal im Hof EBW, Richard-Wagner-Straße 24, Bayreuth
 
Leitung: KLJB Bayern (Rebecca Mack), forum1.5 (Maria-Clara Hoh)
 
Der Klimawandel betrifft insbesondere jüngere Generationen, denn Sie werden mit dessen Auswirkungen im Verlauf der nächsten Jahrzehnte leben. Nach der Aufbruchstimmung 2015 wird auch in der Jugend immer mehr eine Klimaverdrossenheit sichtbar, so die Jugend-Shell-Studie 2024. Wie dies Jugendverbände beeinflusst und wie sie das Thema voranbringen können sind Themen, die auf der ersten Teilkonferenz Jugend bearbeitet wurden. 
 
Nach einem Input zum Thema Klimaverdrossenheit und Trends in der Jugend von Ingo Leven (Studienleiter der Jugend-Shell-Studie) wurde danach Möglichkeiten der Jugendverbände diskutiert. In einem spannenden World-Café wurden anschließend weitere Möglichkeiten der Politikbeteiligung von Jugendlichen, der Vernetzung und Synergien zwischen Jugendverbänden sowie wichtige Handlungsfelder und Themen diskutiert. 
Titel: 10 Jahre Pariser Klimaabkommen – wo stehen die Unternehmen in Oberfranken? Erfolge, Hürden und Herausforderungen
 
Termin: 11. November, 15-19 Uhr 

Ort: VR-Bank Forchheim (Hauptstraße 39, ­91301 Forchheim)

Leitung: Barbara Cunningham (EKA), Prof. Dr. Manfred Miosga (Uni Bayreuth)
 
Zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens müssen Unternehmen einen nicht unerheblichen Beitrag leisten. Dazu müssen Sie über gesetzliche Rahmenbedingungen befähigt werden, durch ihr Handeln auf das Pariser Klimaschutzziel und die Nachhaltigkeitsziele der UN einzuzahlen. Zur Einhaltung der Berichtspflicht (CSRD und CSDDD) kommt aber auch die faktische Umsetzung. Welche Unterstützung brauchen Unternehmen im Transformationsprozess, um die Klimaschutzziele, die sich Bayern, Deutschland und die EU gesetzt haben, zu erreichen?
 
Begleitend zur Veranstaltung war eine kleine Ausstellung mit Anwendungsbeispielen und praxisnahen Ansätzen aus dem Bereich der Twin Transformation besuchbar. Hier konnten konkrete Lösungen u.a. zur Visualisierung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Lieferkette oder zur Planung von Grundstücksbegrünungen entdeckt und ausprobiert werden sowie mit Expert:innen ins Gespräch gekommen werden.
 
Moderation: Prof. Dr. Manfred MiosgaBeiträge von
  • Dr. Michael Waasner, IHK Ofr: 10 Jahre Pariser Klimaabkommen – was waren und sind die Herausforderungen für die oberfränkische Industrie?
  • Matthias Graßmann, HWK Ofr: N.N.
  • Prof. Dr. Frank Ebinger, TH Nürnberg: „10 Jahre Paris Agreement – wo stehen wir heute?“
  • Anschließendes Podium mit u.a. Dietrich Pax, Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft Coburg Stadt und Land eG

Zukunftswerstatt Forchheim 2030 

Titel:Rückenwind durch Bürgerbeteiligung: Finanzielle Teilhabe als Akzeptanz-Booster bei der Energiewende
 
Termin: 12. November: 9-12.30 Uhr

Ort: Saal in der Reformierten Kirche (Erlanger Straße 29, Bayreuth)

Leitung: Markus Ruckdeschel (Energieagentur Nordbayern), Barbara Cunningham (EKA Forchheim), Prof. Dr. Manfred Miosga (Uni Bayreuth)
 
Wer verdient eigentlich am beschleunigten Ausbau von PV und Windkraft? Immer mehr Kommunen stellen sich die Frage: Zuschauen oder selber machen? Die Steigerung der regionalen Wertschöpfung ist überall ein berechtigtes Anliegen. Aber ist die Mehrarbeit besonders in kleineren Kommunen wirklich zu schaffen? Wie lassen sich Multi-Millionen-Projekte solide finanzieren? Steigert Bürgerbeteiligung tatsächlich die Akzeptanz? Muss man ein Pionier sein, um Erneuerbare Energien selbst umzusetzen? Wieviel Expertenwissen braucht man wirklich? Und wie kann man von den Erfahrungen anderer profitieren? 
 
Diese Teilkonferenz stellte große und kleine, bereits erfolgte und laufende Umsetzungen von Wind- und PV-Projekten vor und bietete Gelegenheit zu Austausch, Gespräch und Vernetzung. 
 
Moderation: Markus Ruckdeschel, Energieagentur Nordbayern
 
Impuls 1: Gemeinsam mehr erreichen – Regionale Zusammenarbeit von Stadtwerken und Bürgerenergiegenossenschaften am Beispiel der SUN 
Markus Jungermann, Stadtwerke Union Nordhessen
 
Impuls 2: Aus der Heimat – für die Heimat: Der Bürgerwindpark Weißenbrunn-Gössersdorf
Jörg Neubauer, Erster Bürgermeister, Gemeinde Weißenbrunn, Lkr. Kronach
 
Impuls 3: Sozial gerecht und basisdemokratisch: Windkraft in Buttenheim mit Flächenpooling und Bürgerbeteiligung
Michael Karmann, Erster Bürgermeister Gemeinde Buttenheim, Lkr. Bamberg
 
Podiumsgespräch – Verantwortung der kommunalen Werke/Kommunen, selbst, Möglichkeiten der Zusammenarbeit  mit Genossenschaften/zivilgesellschaftliche Akteure. Ausblick: Wie geht es mit der Bürgerenergie weiter und bleibt es ein Erfolgsmodell?
  • Bayreuther Energiegenossenschaft
  • Energie- und Klima-Allianz Forchheim
  • Christian Porsch, Mitinitiator des Bürgermeisterappells für die kommunale Energiewende in Bayern
 

Zukunftswerkstatt Forchheim 2030

Titel:Wärmeplanung: – Kommt jetzt der Wärmenetz-Boom? Wirtschaftliche Lösungen und innovative Wege
 
Termin: 12. November: 13.30-17.00 Uhr

Ort: Saal in der Reformierten Kirche (Erlanger Straße 29, Bayreuth)

Leitung: Markus Ruckdeschel (Energieagentur Nordbayern), Barbara Cunningham (EKA Forchheim), Prof. Dr. Manfred Miosga (Uni Bayreuth)
 
Der Bund hat alle Kommunen per Gesetz verpflichtet, bis spätestens Mitte 2028 eine eigene Wärmeplanung zu erstellen. Auch in Oberfranken beschäftigen sich gerade viele Städte und Gemeinden sehr intensiv mit diesem Thema.
Aber werden nun überall Wärmenetze entstehen? Lassen sich neue Wärmenetze heute überhaupt noch wirtschaftlich darstellen? Welche ersten Erfahrungen gibt es mit der Wärmeplanung? Welche innovativen Ansätze können uns helfen, die Wärmewende bis 2045 zu schaffen?
Mit fachlichem Input von Enerpipe zu wirtschaftlich konkurrenzfähigen Lösungen und Wärmewende-Beispielen aus der Region.
 
Moderation: Markus Ruckdeschel, Energieagentur Nordbayern
 
Impuls 1: Wirtschaftliche Wärmenetze – auch bei geringer Wärmebedarfsdichte
Enerpipe, Hilpoltstein
 
Impuls 2: Der Kommunale Wärme- und Transformationsplan der Stadt Bayreuth
Felix Unger, Stadtwerke Bayreuth
 
Impuls 3: Nahwärme für bis zu 300 Haushalte –  Warum Hausen die Wärmewende selbst in Angriff nimmt
Bernd Ruppert, Erster Bürgermeister, Gemeinde Hausen, Lkr. Forchheim
 
Impuls 4: Realisierung eines Nahwärmenetzes bei einer Dorferneuerung
Alexander Schmiechen (Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken)
 
Diskussion unter Mitwirkung von Stefan Graf, Bayerischer Gemeindetag und des ALE 
 

Zukunftswerkstatt Forchheim 2030

Titel: Impulse und Ideen für gesunde und klimagerechte Ernährung in der Region
 
Termin: 12. November: 15-19.45 Uhr
 
Ort: Klimalounge – Richard-Wagner Straße 4-6, Bayreuth
 
Leitung: Dr. Cornelia Huth, Dipl.Oec.troph., MSE – Bündnis für Klima- und Artenschutz Bayreuth,  Anika Dickel, MSc. Public Health Nutrition
 
Ernährung ist einer der wirksamsten Hebel für eine nachhaltige Zukunft: Sie beeinflusst unsere Gesundheit, den Ausstoß von Treibhausgasen, den Flächen- und Wasserverbrauch sowie die biologische Vielfalt. Gleichzeitig prägt sie unseren Alltag wie kaum ein anderer Lebensbereich. Wer Ernährung klimafreundlicher gestaltet, leistet damit einen direkten Beitrag zu Klima- und Artenschutz, zur öffentlichen Gesundheit und zu mehr Lebensqualität in der Region.
 
Mit der Teilkonferenz wurden regionale Akteure und Akteurinnen aus u. a. Bildung/Beratung, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Verwaltung, Gastronomie und Zivilgesellschaft inkl. Kirche zusammengebracht. Ziel war es, wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und gemeinsam konkrete Ideen für eine klimagerechte Ernährungsumgebung zu entwickeln.
 
Impulse gaben u. a. Prof. Dr. Peter von PhilipsbornProf. Dr. Carmen Jochem (beide Universität Bayreuth) sowie das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn, Kulmbach) mit dem Ernährungsradar.
 
Im Workshopteil entwickelten die Teilnehmenden in Kleingruppen konkrete Ideen zu möglichen Fragen wie: Wie kann Ernährungsbildung gestärkt werden? Welche Rolle spielen Kantinen, Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder Vereine? Und wie lässt sich klimafreundliche Ernährung konstruktiv und positiv kommunizieren? Welche Rahmenbedingungen erleichtern Bürger:innen eine nachhaltigere Ernährungsweise?  
 
Die Ergebnisse dienen den Menschen in der Region – indem sie Anregungen für Einrichtungen, Initiativen und Entscheidungsträger*innen geben und Ausgangspunkt für weitere Kooperationen und praxisnahe Maßnahmen werden. Zwischen Impulsen und Workshop gabtes eine kleine Pause mit Snacks, die Gelegenheit zum Austausch und Vernetzen bot.
Titel: Zukunft der Wasserversorgung – Schwerpunkt Trinkwasser
 
Termin: 13. November, 13 – 18 Uhr
 
Ort: „Neuseum“ (Operstraße 3, Bayreuth)
 
Leitung: Prof. Dr. Stefan Peiffer (Universität Bayreuth)
 
Sinkende Grundwasserstände und niedrige Pegelstände prägen derzeit das Bild in Oberfranken, die damit einhergehende anhaltende Trockenheit stellt die Region vor große Herausforderungen. Besonders die kommunale Trinkwasserversorgung ist davon direkt betroffen. Im Rahmen der Teilkonferenz Wasser werden daher folgende Fragen diskutiert:
 
Wie können wir unter diesen Bedingungen eine nachhaltige Versorgung sicherstellen?
Welche Lösungsansätze bieten regionale Kooperationen und technische Innovationen?
 
Die Fernwasserversorgung in Oberfranken spielt eine wichtige Rolle und kann zur Stabilität und Sicherheit des Systems beitragen. In dem Überblicksvortrag „Resiliente Wasserversorgung und kommende Herausforderungen für Oberfranken“ wird.
 
Zielgruppe der Veranstaltung waren Vertreter*innen der kommunalen Wasserversorgung, der Fernwasserversorgung, Behörden und Planungsbüros. Gemeinsam mit Ihnen wurden Perspektiven für die Zukunft der Wasserversorgung in der Region entwickelt.
 
Impulse:
  • Markus Rauh – Verbandsdirektor der Fernwasserversorgung Oberfranken,
  • Reinhard Wesinger – Planungsbüro Geoteam, Bayreuth (Landwirtschaft und Wasserrückhalt),
  • Johannes Wolfer, Wasserwirtschaftsamt Hof
  • Udo Dehne, Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., Vertreter Landesgruppe Bayern
Titel: Flächenverpachtung und Leerstandsmanagement als Schlüssel für bio-regionale Wertschhöpfungskreisläufe

Termin: 13. November: 10-14.30 Uhr

Ort: Rathaussaal Hollfeld

Leitung: Julia Marx – Wertschöpfungskettenmanagerin Ernährungsrat Oberfranken, Maria-Clara Hoh – Ernährungsrat Oberfranken 
 
Durch Kriterienkataloge die Zukunft der Region bestimmen, nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft fördern, sowie Schöpfungsbewahrung, Landschaftspfege und Gemeinwohlorientierung sicherstellen!
 
Der Ernährungsrat Oberfranken kümmert sich um die Versorgung von Kitas und Schulen mit bioregionalen Lebensmitteln. Dabei stoßen wir immer wieder auf die Hürde, dass es in Oberfranken nicht genug Gemüse, geschweige denn in Bioqualität gibt – außerdem mangelt es an möglichen Lagerstätten zum Aufbau von regionalen Liefersystemen.
 
Diese Tagung zeigte auf, wie Kommunen den Anbau und die Vermarktung nachhaltiger Lebensmittel durch eine gezielte Verpachtung kommunaler Flächen und Leerstand unterstützen können.
Impulse: 
  • Ackerwert (Verpachtung)
  • Stadt Leipzig (Verpachtung)
  • Stadt Hollfeld (Leerstandsmanagement)
Im Anschluss wurde gemeinsam mit Verwaltungsmitarbeitern aus allen Landkreisen Oberfrankens und Großgrundbesitzern konkrete Umsetzungs-möglichkeiten für eine nachhaltigere Verpachtung als Hebel für eine Ernährungswende diskutieren. Diese fließen in die Resolution der RegioCOP 2025 ein.
Titel: Landnutzung im Klimawandel

Termin: 14. November: 10-15 Uhr

Ort: Iwalewa Haus – Wölfelstraße 2, 95444 Bayreuth

Leitung: Prof. Dr. Manfred Miosga (Uni Bayreuth) und Barbara Cunningham (EKA Forchheim)
 
(Landwirtschaftlichen) Flächennutzungen kommt insbesondere in den aktuellen Zeiten des Klimawandels eine besondere Bedeutung zu. Denn es müssen viele Ansprüche wie Ernährungssicherheit, Energieproduktion, Erhalt der Biodiversität und der Bodenfruchtbarkeit mit Wirtschaftlichkeit vereint werden. Ziel ist es, diese Ansprüche in Mehrgewinn-strategien zu bündeln und CO2-Bindung in wirtschaftliche Nutzungen zu integrieren. Humusaufbau, die Nutzung/Integrierung von aktiver Pflanzenkohle und Maßnahmen wie Heckenpflanzungen können wichtige Beiträge für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit leisten und damit Perspektiven für eine langfristige Bewirtschaftung bei klimatisch geänderten Bedingungen aufzeigen. Die Herausforderung: Entwicklung eines ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltigen Angebotes zum Einstieg in den CO²-Zertifikatehandel an die Landwirtschaft.
 
Nach der Keynote und den Impulsvorträgen wurde in einer Workshop- und Diskussionsphase folgende Frage mit den Teilnehmenden diskutiert: Wie kann CO2-Bindung durch Kohlenstoffsenken bis hin zu Humusaufbau durch Landwirtschaft in Oberfranken – nicht zuletzt als ein Geschäftsmodell – gelingen?
 
Keynote: Prof. Heiko Paeth, Universität Würzburg „Landnutzung – Herausforderungen durch den Klimawandel in Nordbayern“
 
Impulsvortrag: Prof. Dr. Thomas Köllner, Ökosystemdienstleistungen  / Universität Bayreuth „Landnutzung und Ökosystemleistungen in Oberfranken“
 
Impulsvortrag: Michael Diestel, BBV Rhön-Grabfeld / Agrokraft „Klimaschutz durch Bodenschutz – und wie wir diesen in die Fläche bringen“
 
Diskussion und Workshop mit: Dr. Frank Bäse (LfU, Ref. 92: Strategien zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit) und des ALE
Titel: Denkweg: 10 Jahre Pariser Klimaabkommen

Termin: 15. November: 14-17 Uhr

Ort: Treffpunkt Richard Wagner Str. 24 im Innenhof, Spaziergang durch Bayreuth, Abschluss in den Räumen der ESG (gleicher Ort wie Treffpunkt)

Leitung: Antje Ricken, Birgit Thies, Robert Vandré
 
Das Pariser Klimaabkommen im Jahr 2015 hat viele von uns bewegt: Es zeigte den Weg auf, wie in einer weltweit getragenen Anstrengung die Erwärmung der Erde auf ein tragbares Maß begrenzt werden kann.
„We talked the talk but did we walk the walk?“:
Wie war unser Weg seitdem als Gesellschaft? Und unser ganz persönlicher Weg? Wie haben sich die Werte und das Bewusstsein gewandelt in diesem Jahrzehnt, hier in Bayreuth und Oberfranken? Und bei uns ganz persönlich?
 
Bei einem 90minütigen Spaziergang durch die Innenstadt blickten wir auf die Zeit seit 2015 zurück. Wir erhielten thematische Impulse zur gesellschaftlichen Ebene an vier Stationen und tauschten uns beim Weiterlaufen persönlich aus. Schließlich kehren wir in der ESG ein, wärmten uns auf und kamen noch einmal gemeinsam ins Gespräch.
 
Ziele der Teilkonferenz waren die gemeinsame Reflexion zu Fortschritten und Rückschritten im Klimaschutz, und zum laufenden Wandel in Bewusstsein und Werten – und die Ermutigung, nicht allein auf dem Weg zu sein.
 
Die Themen-Impulse:
  • Rolf Wahner, Energieberater Energent AG
  • Dr. Klaus Wührl-Struller, Mitglied im Stadtrat Bayreuth
  • Holger Lauterbach, Verkehrsreferent Stadtwerke Bayreuth
  • Saskia Schrörs, Hamsterbacke e.V.
Titel: Fortschreibung Klimaschutzkonzept

Termin: 14. November 15:30-18 Uhr

Ort: Neuseum, Opernstraße 3 95444 Bayreuth

Leitung: Cornelia Huth und Stephan Heinrich vom Bündis für Klima- und Artenschutz Bayreuth
 
Der Drei-Jahres-Aktionsplan des integrierten Klimaschutzkonzeptes (iKSK) der Stadt Bayreuth läuft November 2025 aus. In dieser Teilkonferenz wurde anhand der Stadt Bayreuth exemplarisch bearbeitet, wie sich die Zivilgesellschaft an einer Fortschreibung eines Klimaschutzkonzeptes beteiligen kann.
 

Programm:

  • Vorstellung eines Klimaaktionsplans exemplarisch anhand https://klimaportal-bayreuth.de/klimaaktionsplan
  • Impuls und Austausch Partizipationsleiter
  • Vorstellung Workshopziele und Arbeit an Handlungsfeldern
  • Zusammenbringen der Ergebnisse und Vorstellung der nächsten Handlungsschritte
Titel: Ins Handeln kommen, Selbstwirksamkeit spüren

Termin: 15. November 13-17 Uhr

Ort: Neuseum, Opernstr. 3, 95444 Bayreuth

Leitung: Cornelia Huth und Stephan Heinrich vom Bündnis für Klima- und Artenschutz Bayreuth
 
Die Zivilgesellschaft spielt eine wichtige Rolle in der Lösung der gegenwärtigen sozialen und ökologischen Krisen. Zivilgesellschaftliche Initiativen und Gruppen können politischen Druck erzeugen, um Veränderungen anzutreiben. Gleichzeitig können sie selbst aktiv werden und Veränderungen in eigenen Projekten gestalten und umsetzen.
 
Diese TK bot Raum, gemeinsam Ideen für lokale zivilgesellschaftliche Projekte zu entwickeln und erste Schritte zur Umsetzung einzuleiten.
 
Nach einem Impuls zum “Klimaportal Bayreuth” folgen drei Workshophasen:
Phase 1: Ideen entwickeln – Die Teilnehmenden entwickelten in Kleingruppen eigene Ideen für lokale nachhaltige Projekte und Initiativen.
Phase 2: Marktplatz der Ideen – Die Ideen aus der ersten Phase wurden vorgestellt und diskutiert.
Phase 3: Von der Idee zur Umsetzung – Die Teilnehmenden suchten sich vorgeschlagene Ideen aus und erarbeiteten erste Schritte zu ihrer Umsetzung.
 
Ausklang get-together in der Stadt (optional)
Titel: Zukunftsfähige Mobilität in Oberfranken: sozial gerecht, erreichbar, nachhaltig?
 
Termin: 17. November, 9 – 13 Uhr
 
Ort: Seminarraum im Hof, EBW
 
Leitung: Lena Roth (Universität Bayreuth)
 
Wie können Städte und Gemeinden in der Region Bayreuth und Oberfranken Mobilität so gestalten, dass sie für alle zugänglich, umweltfreundlich und gerecht ist?
Die Veranstaltung brachte Verwaltungsmitarbeitende, Initiativen und Fachleute aus der Region zusammen, um Impulse und praxisnahe Ansätze für eine zukunftsfähige Mobilität zu diskutieren.
 
Die Veranstaltung startete mit fachlichen Inputs zu „Für wen planen wir eigentlich? – Gesellschaftliche Diversität in der Mobilität berücksichtigen“ (Dr. Ines Kawgan-Kagan, Universität Bayreuth) sowie zu „Analyse und Bewertung der Angebotsqualität des ÖPNV – Ergebnisse eines Quervergleichs von Oberfranken mit anderen Regionen“ (Stefan Weigele, Ramboll Management Consulting GmbH, civity) sowie einem Bericht aus dem Projekt RegioStrat der Metropolregion Nürnberg (Günter Finzel). Im anschließenden Workshop enwickelten die Teilnehmenden gemeinsam konkrete Ideen und Handlungsansätze für eine nachhaltige Mobilität in Oberfranken. Ziel war es, regionale Potenziale sichtbar zu machen, Kooperationen anzustoßen und Wege aufzuzeigen, wie Mobilität für alle Menschen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Wohnort – verbessert werden kann.
 
Die Veranstaltung bot Raum für Austausch, Vernetzung und Inspiration. Für alle, die Mobilität in der Region aktiv gestalten möchten.
Titel: Zukunftsfähiger Sport in Oberfranken – Best Practices, Austausch und Forderungen
 
Termin: 18. November, 16:30 – 19:00 Uhr
 
Ort: Reformierte Kirche – Erlanger Straße 29, Bayreuth
 
Leitung: Fabian Sommer (Sportökologie, Universität Bayreuth)
 
Sport bewegt Menschen und verbindet – nicht nur im Training, Wettkampf und in der Gemeinschaft der Vereine, sondern auch über emotionen. Doch im Sport werden Ressourcen ge/verbraucht. Er ist eng verknüpft mit Mobilität, Infrastruktur, Material, Veranstaltungen und Ernährung. Damit Sport zukunftsfähig, klimafreundlich, sozial gerecht und inklusiv bleibt und sich entwickelt, braucht es neue Ansätze und konkrete Lösungen.
 
In dieser Teilkonferenz stellten wir Best-Practice-Beispiele aus verschiedenen Bereichen des Sports vor, die zeigen, wie nachhaltige Transformation im Sport gelingen kann: von klimafreundlicheren Wettkämpfen über ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzepte in Vereinen. Der Fokus lag dabei nicht nur auf ökologischer, sondern auch auf sozialer Nachhaltigkeit – also darauf, wie Sport und Bewegung Gemeinschaft, Teilhabe und Integration fördern kann.
Im Anschluss an die Impulse arbeiteten die Teilnehmenden in Breakouts zu den Bereichen Vereinsstruktur, Training und Wettkampf. Gemeinsam entwickelten wir Ideen, wie Sportvereine und Veranstalter in Oberfranken ihre Arbeit nachhaltiger und inklusiver gestalten können – und welche Rahmenbedingungen die Stadt und Kommunen schaffen sollten, um Sport hier klimafreundlich und sozial nachhaltig weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse geben Vereinen, Verbänden und Entscheidungsträger:innen konkrete Handlungsempfehlungen und zeigen, wie Sport als gesellschaftliche Kraft die nachhaltige Transformation aktiv mitgestalten kann.
 
Alle die sich für Sport interessieren, hier engagieren oder im Bereich Sport arbeiten sind wilkommen.
 
Ablauf:
  • Begrüßung und Einführung
  • Impulse zu Best Practices (aus Vereinen, Organisationen, Wissenschaft)
  • Breakouts zu Vereinsstruktur, Training, Wettkampf
  • Zusammenführung der Ergebnisse und gemeinsame Forderungen an die Stadt
  • Abschlussrunde & Ausblick
Titel: Klimaschützende Gesundheits-versorgung regional gedacht

Termin: 18. November 15 – 18 Uhr

Ort: IwalewaHaus, Wölfelstraße 2, Bayreuth

Leitung: Prof. Wilm Quentin, Lehrstuhl für Planetary & Public Health, Universität Bayreuth
 
Wie können wir klimaschützende Gesundheitsversorgung regional gestalten? Wie kommunizieren wir Maßnahmen, die sowohl das Klima als auch die Gesundheit schützen?
 
Das Gesundheitswesen trägt im täglichen Betrieb erheblich zu den Treibhausgasemissionen bei: Krankenhäuser verbrauchen große Energiemengen und erzeugen zugleich beträchtliche Abfallmengen. Doch wie lassen sich die ökologischen Auswirkungen von Kliniken verringern, ohne die Qualität der Versorgung zu gefährden? Welche regionalen Maßnahmen können sowohl die Gesundheit der Bevölkerung stärken als auch die Umwelt entlasten?
 
Unter der Leitung des Lehrstuhls für Planetary & Public Health der Universität Bayreuth begann der Abend mit einer Einführung in das Thema Planetare Gesundheit: was bedeutet dieser Ansatz eigentlich und warum ist er für unser Gesundheitssystem so relevant? Anschließend gaben Experten und Expertinnen in kurzen Impulsvorträgen Einblicke in zentrale Themenfelder: das Gesundheitssystem und seine Verantwortung für Nachhaltigkeit, Planetare Gesundheitskompetenzen und die Rolle von Kommunikation in diesem Kontext. Ein Best-Practice-Beispiel zeigte zudem ganz konkret, wie Gesundheitsversorgung bereits heute nachhaltig gestaltet werden kann.
 
Im Anschluss wurde gemeinsam erarbeitet, welche Rolle wir als regionale Akteur:innen bei der Umsetzung und Kommunikation klima- und gesundheitsschützender Maßnahmen spielen können. Dabei stand der Austausch im Vordergrund: Welche konkreten Schritte können vor Ort unternommen werden, um das Gesundheitswesen zukunftsfähig und resilient zu gestalten? Im interdisziplinären Dialog wurden Strategien entwickelt und diskutiert, wie regionale Ansätze zu einer gesünderen und klimafreundlicheren Zukunft beitragen können.
Termin: 18. November 18-20 Uhr

Ort: Klimalounge, Richard-Wagner-Str. 4-6, 95444 Bayreuth

Leitung: Vorbereitungskreis Teilkonferenz Kirche
 
Diese Teilkonferenz Kirche ist als ökumenischer Workshop organisiert!
 
Es wurde gemeinsam ökologische Handlungsmöglichkeiten erarbeiten, um
  • In den Kirchengemeinden die Nachhaltigkeit voranzubringen
  • Jedem Einzelnen die Chance zur ökologischen Umkehr zu ermöglichen
Hintergrund sind das Klimaschutzgesetz der Evangelischen Kirche in Bayern und die Botschaft der Katholischen Bischöfe des globalen Südens anlässlich der COP30. An zwei Thementischen tauschten wir unsere Erfahrungen aus und ergründen neue Wege. So entstanden Mut und Ideen zu konkreten Schritten fürs unmittelbare Engagement.
 
Programm:
  • Impuls: Klimaschutzgesetz und Botschaft der Bischöfe
  • Vorstellung Workshopziele und Arbeit an den Thementischen
  • Zusammenbringen der Ergebnisse und Vorstellung der nächsten Handlungsschritte
Titel: Kreativ für den Wandel: Storytelling und visuelle Kommunikation im Kontext von BNE

Termin: 19. November 9:30-12:30 Uhr

Ort: Saal der Reformierten Kirche, Erlanger Str. 29, Bayreuth

Leitung: Kirstin Wolf (ZGL), Nicola Mattern (Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH)
 
Gemeinsam mit Nicola Mattern und Kirstin Wolf machten wir uns auf eine kreative Reise: Mit Stift und Papier visualisierten wir zunächst unsere Ängste, Wünsche und Visionen – ohne zeichnerische Vorkenntnisse, denn einfache Symbole und Bilder reichen völlig aus. Anschließend nutzten wir die Riesenradtechnik, um aus unseren Visionen machbare, kleine Schritte abzuleiten.
 
Das Besondere: Was wir so erarbeiten, bleibt im Gedächtnis, fördert Motivation und macht den Wandel greifbar. Die Methode wird im Workshop konkret auf die geplante BNE-Bildungslandschaft in Oberfranken übertragen, die wir als sehr wichtig für den Wandel in unserer Region erachten. Alle Teilnehmenden erhielten ein praktisches Werkzeug, das sie sofort in ihrem Alltag, in Projekten oder in der Bildungsarbeit einsetzen können – leicht verständlich, motivierend und mit garantiertem Erfolgserlebnis.
Titel: Energiewende: Nur nichts überstürzen?

Termin: 19. November: 10-15 Uhr

Ort: Tagungszentrum SWO, Kolpingstr. 5, 95444 Bayreuth

Leitung: : Markus Ruckdeschel (Energieagentur Nordbayern), Barbara Cunningham (EKA Forchheim), Prof. Dr. Manfred Miosga (Uni Bayreuth)
 
Der Ausbau von PV- und Windkraftanlagen verläuft derzeit deutlich dynamischer als der Netzausbau. Die Kapazitäten der Stromnetze kommen in ersten Regionen an ihre Grenzen. Gleichzeitig drängen Speicher in den Markt, die die Situation entschärfen könnten. Aber mittlerweile stapeln sich 500 GW Anfragen bei den Netzbetreibern. Es klemmt an allen Ecken und Enden. Auch die Bundeswirtschaftsministerin rät zu einer Entschleunigung der Energiewende. Müssen wir den Ausbau der Erneuerbaren tatsächlich verlangsamen? Oder gibt es einen klügeren Weg? Welche Vorgaben und Zwänge und welche Zielsetzungen behindern eine effiziente Zusammenarbeit der Akteure der Energiewende? Wie könnten sie überwunden bzw. besser miteinander verzahnt und abgestimmt werden? Aufsetzend auf dem Workshop der Klimapakt-Konferenz der Europäischen Metropolregion Nürnberg am 10. November 2025, der Netz-Konferenz der RegioCOP 2024 und der Zukunftswerkstatt Forchheim 2030 wurde diese Fragestellungen gemeinsam vertieft und über Lösungsmöglichkeiten gesprochen.
 
Moderation: Markus Ruckdeschel, Energieagentur Nordbayern
 
Impuls 1:  99% der Großspeicheranfragen sind netzbelastend! Wie die Integration von Speichern sinnvoll gelingen kann
Bernd Göttlicher, Bayernwerk Netz GmbH, Regionalleiter Franken
 
Impuls 2: Clevere Lösungen für knappe Netze: Überbauung, flexible Netzanschlussvereinbarungen und netzneutrale Speicher
Bernd Wust, Landesvorsitzender BWE Bayern
 
Impuls 3: Windkraft in Oberfranken: Sind die Regionalen Planungsverbände bereits auf der Zielgeraden“?
Christiane Odewald, Reg. v. Ofr.

Zukunftswerkstatt Forchheim 2030

???
Termin: 10. November 18:30-20 Uhr

Ort: Iwalewa Haus – Wölfelstraße 2, 95444 Bayreuth
 
2025 feiert das Pariser Klimaabkommen 10 jähriges Jubiläum – für uns der richtige Anlass in der Auftaktveranstaltung der diesjähringen RegioCOP die Frage zu diskutieren „Wie kann die sozial-ökologischen Transformation als politisches Ziel partei- und sektorübergreifend stabilisiert, beschleunigt und verankert werden?. Dafür sprach Uwe Schneidewind Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal und ehemaliger Leiter des Wuppertal-Instituts von seinen Erfahrungen aus dem Wechsel von Wissenschaft zur Praxis. 
 
Die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene wurde anschließend in einer Fishbowl-Diskussion mit Prof. Manfred Miosga (Univeristät Bayreuth), der Regionalbischöfin Berthild Sachs (Bayreuth), und weiteren Teilnehmenden diskutiert. Danach gab es ein Get-together mit Zeit zum Austausch und Vernetzung.
Titel: Werkstatt „Transformationsraum O“ – wie können die Ergebnisse der Teilkonferenzen für Oberfranken umgesetzt werden?

Termin: 19. November 14:30-17:30 Uhr

Ort: Großer Saal im Evangelischen Zentrum – Richard-Wagner-Straße 24, Bayreuth
 
Nach neun intensiven Konferenztagen wurden die Ergebnisse aus der Vielzahl an Teilkonferenzen der RegioCOP präsentiert. In verschiedenen Themenbereichen von Stadtplanung über Gesundheit und Sport bis zu Landwirtschaft und Mobilität wurde intensiv gearbeitet. Gleichzeitig müssen alle Bereiche verknüpft werden, um eine gesamtegesellscahftliche Transformation in Oberfranken voranzubringen. Wie das gelingen kann, soll auf der Abschlussveranstaltung gemeinsam diskutiert werden. Es werden die Fragen bearbeitet, wie die gebündelten Empfehlungen, Maßnahmen und Vereinbarungen zusammengebracht und verbreitet werden können und welche nächsten Schritte es braucht um die Umsetzung zu unterstützen. Das Ziel: den Transformationsraum Oberfranken kooperativ mit allen Beteiligten gestalten!
 
Zu Beginn gab es eine Keynote von Svend Andersen, erfahrener Klimaschutz-Experte, Treibhausgasbuchhalter und Buchautor. Im Anschluss wurde eine Bilanz aus den Teilkonferenzen gezogen und in Werkstätten an verschiedenen Bereichen des Transformationsraums Oberferfranken gearbeitet.  

2. Klimapakt- Konferenz der EMN „Energiewende einfach machen!“ am 10. November von 9:30Uhr-17:30Uhr 

10. November 9:30 – 17:30 Uhr Universität Bayreuth (Universitätsstraße 30, Bayreuth)

Die Konferenz des Projekts Klimapakt2030plus der Europäischen Metropolregion Nürnberg brachte die entscheidenden Akteure der Energiewende in der Metropolregion Nürnberg zusammen: Kommunalverwaltung, Politik auf Kommunal- und Landesebene, Lösungsanbieter aus der Wirtschaft, Netzbetreiber, Stadt- und Gemeindewerke, Energiegenossenschaften, Wissenschaft und weitere wichtige Gestalter des Wandels.

Veranstalter: ENERGIEregion Nürnberg e.V., Europäische Metropolregion Nürnberg, Energie Campus Nürnberg, FAU Erlangen-Nürnberg, HafenCity Universität Hamburg, Hochschule Coburg, Universität Würzburg

9. Bayerische Nachhaltigkeitstagung des Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung: „Dranbleiben! Mit positiver Kommunikation und wirksamen Instrumenten“ 

19. November – ab 18:30 Uhr im Zentrum des Evangelischen Bildungswerk (Richard-Wagner-Straße 24, Bayreuth)

Nach der Abschlussveranstaltung der RegioCOP wurde zusammen mit den Teilnehmenden der RegioCOP und der Nachhaltigkeitstagung in einer feierlichen Abendveranstaltung RegioCOP meets Nachhaltigkeitstagung gemeinsame Anstrengungen für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz  gefeiert und Netzwerke geknüpft.

Am 20. November fand dann die 9. Bayerische Nachhaltigkeitstagung mit dem Titel „Dranbleiben! Mit positiver Kommunikation und wirksamen Instrumenten“ statt.

Veranstalter: Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung in Bayern, Verein zur Förderung des forum1.5, Professur für Stadt- und Regionalentwicklung Universität Bayreuth

Ergebnisse

Ergebniskomunemt 2025

Hier finden Sie die ausführichen Ergebnisse aus den Teilkonferenzen 2025

Executive Summary 2025

Kurz zusammengefasst und die wichtigsten Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen 2025

Sie wollen einen Gesamtüberblick über die Ergebnisse aller vergangenen Regionalen Klimakonferenzen? Sie finden eine Übersicht in unserer Bibliothek über den Link.

Rahmenprogramm

Neben den Teilkonferenzen gab es auch dieses Jahr wieder ein buntes Rahmenprgramm für Interessierte von Jung bis Alt. Von Mit-Mach-Veranstaltungen, Filmvorführungen und Theater-Vorstellungen war alles dabei. Hier finden Sie weiter Einblicke.

1. Oktober – Klima Puzzle
Klima Puzzle spielen im Rahmen der interkulturellen Woche 2025 in Bayreuth.
 
In nur 3 Stunden vermittelt der Klima Puzzle Workshop die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. Tauche ein in spannende Diskussionen, lerne von anderen Teilnehmern und habe dabei jede Menge Spaß. Werde aktiv und trage dazu bei, unsere Zukunft zu gestalten!
 
Veranstalter: Parents for Future Bayreuth in Kooperation mit der Volkshochschule Bayreuth
Theater & Live-Musik mit anschließendem Publikumsgespräch
 
Die Klima-Monologe erzählen von den weltweiten Kämpfen verschiedenster Menschen gegen den Klimawandel. Sie geben Einblick, wie Menschen in unterschiedlichen Regionen der Welt ganz konkret die Folgen des Klimawandels in ihren eigenen Biografien spüren. Die Klima-Monologe sind dokumentarisches Theater, untermalt mit Live-Musik. Im Anschluss bot die Veranstaltung im Rahmen eines Publikumsgesprächs Raum für Reflexion.
 
Veranstalter: Parents for Future Bayreuth in Kooperation mit dem Paritätischen in Oberfranken, der Petra-Kelly-Stiftung, den Klimastimmen Bayreuth und dem Evangelischen Bildungswerk Oberfranken-Mitte
Weitere Informationen und das Programm des Tages finden Sie unter folgendem Link: https://10paris.uni-bayreuth.de/
 
Veranstalter: Universität Bayreuth in Kooperation mit dem Bündnis für Klima- und Artenschutz Bayreuth
In nur 3 Stunden vermittelt der Klima Puzzle Workshop die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. Tauche ein in spannende Diskussionen, lerne von anderen Teilnehmern und habe dabei jede Menge Spaß. Werde aktiv und trage dazu bei, unsere Zukunft zu gestalten! 
 
Veranstalter: Energie- und Klima-Allianz Forchheim und Stadtbücherei Forchheim
Bayreuther Umweltgespräche – „Wir nehmen die Energiewende selbst in die Hand – Der Speichersdorfer Weg“
 
Der 1. Bürgermeister der Gemeinde Speichersdorf, Landkreis Bayreuth war zu Gast bei den Bayreuther Umweltgesprächen. Das Thema: Der Speichersdorfer Weg der kommunalen Energiewende.
 
Veranstater: BUND Bayreuth
„Politische Geborgenheit: vor*ankommen in sozialen Bewegungen“
 
Geborgenheit wird oft im Privaten verortet: In Wohn- und Kinderzimmern, im Mutterleib, im Schneckenhaus. Doch was wäre, wenn sie viel politischer ist, als wir denken?
In nur 3 Stunden vermittelt der Klima Puzzle Workshop die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. Tauche ein in spannende Diskussionen, lerne von anderen Teilnehmern und habe dabei jede Menge Spaß. Werde aktiv und trage dazu bei, unsere Zukunft zu gestalten! 
 
Veranstalter: Klima Puzzle Initiative Bayreuth in Kooperation mit Parents for Future
Offenes Treffen des Bündnis für Klima- und Artenschutz Bayreuth
 
Du bist neugierig, was wir im Bündnis für Klima- und Artenschutz Bayreuth so machen?Du bist interessiert an Klima- und Artenschutz-Themen und möchtest Dich in Bayreuth besser vernetzen?
Du möchtest mit anderen gemeinsam aktiv werden und weißt nicht so recht, wo Du sinnvoll anfangen kannst?
 
Du überlegst, ob sich Deine Initiative/Verein/Kirchengemeinde/… nicht vielleicht auch dem Bündnis der bereits 29 Bayreuther Organisationen anschließen sollte und möchtest mehr Informationen von Menschen aus dem Bündnis?
 
Veranstalter: Bündnis für Klima- und Artenschutz Bayreuth
10. November – Online-Podiums-Diskussion zum Thema nachhaltige (öko-faire) Kleidung und Textilien
Gemeinsam mit drei ausgewiesenen Expert:innen aus unserer Region diskutierten wir Chancen, Herausforderungen und Perspektiven einer nachhaltigen Textilwirtschaft:
  • Nicole Wagner (Greiff, Bamberg) – CSR-Expertin für Unternehmensverantwortung und transparente Lieferketten
  • Ulrike Andersson (Living Crafts, Selbitz) – Anbieterin von GOTS-zertifizierter Naturmode und klimaneutraler Produktion
  • Jürgen Bohnenstengel (HIT, Nürnberg) – Spezialist für Berufs- und Imagekleidung
Zielgruppe waren Akteur:innen der Eine-Welt-Arbeit, kommunale und hochschulische Beschaffer:innen, Studierende, Weltläden sowie alle Interessierten. Das Podiumsgespräch bietete Gelegenheit, direkt von Praktiker*innen zu erfahren, wie Nachhaltigkeit in der Textilbranche umgesetzt wird – von regionaler Produktion bis zu globaler Verantwortung.
 
Veranstalterin: Kirstin Wolf (ZGL und SIDEW e.V.)
In nachhaltige Geldanlagen investieren und dabei seinen eigenen Wohlstand mehren. Privates Geld hilft Klimaschutz voranzubringen. Welche Möglichkeiten von globalen ETFs bis zu regionalen Genossenschaften gibt es. Was heißt dabei nachhaltig investieren und für wen. Ein knapper Überblick, mit Anregungen zum Handeln und Denken. 
 
Veranstalter: Parents4Future Bayreuth
Workshop zu kommunalen Hitzeaktionsplänen für Gemeinden des Landkreis Bayreuth
 
 
Veranstalter: Kimaschutzmanagement des Landkreis Bayreuth
Verzicht hat mehr mit Freiwilligkeit, Flexibilität und Freiheit zu tun, als viele denken.  
Der Theologe Ruben Zimmermann hat eine Ethik des Verzichts aus antiken Tugendlehren in Verbindung mit aktueller Klimaethik entwickelt, die auf moralischer Verantwortung basiert. Während Verzicht häufig als politischer Kampfbegriff oder apokalyptisches Drohwort verwendet und daher vielfach auf Widerstand stößt, geht es hier um etwas anderes: Kann Verzicht angesichts von Übermaß und Überdruss nicht nur notwendig, sondern vielleicht sogar befreiend sein? Was unterscheidet den freiwilligen Verzicht vom auferlegten Verbot? Wie kann Verzicht zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft beitragen?
 
Nach dem thematischen Impuls von Prof. Zimmermann mit praktischen, lebensnahen Beispielen diskutierten die Teilnehmenden im interaktiven Online-Workshop die guten, zukunftsgerichteten Seiten des Verzichts und betrachteten dabei die Handlungsfelder Konsum, Klima und Medizin.
 
Der Online-Workshop fand statt mit freundlicher Unterstützung von Lindmanns Lebendige Online-Veranstaltungen, Spezialagentur für lebendige und stressfreie digitale Zusammenkünfte.
 
Programm:
  • Impulsvortrag zum Verzicht als individuelle und sozial wertvolle Handlungsweise
  • Austausch/Workshop in Gruppen
  • Diskussion der Gruppenergebnisse, Austausch mit dem Referenten
„Zusammen“ – Wie gelingt ein gerechter Klima-Aufbruch? “ Mit anschließendem Filmgespräch
Ein Dokumentarfilm über die Bedeutung von Beteiligung und Bürger_innenräten
 
Erlangen hat sich zum Ziel gesetzt, 2030 klimaneutral zu sein, deutlich früher als es die Klimaziele der Bundesregierung vorsehen. Ohne Zertifikatehandel, ohne Tricks, sondern indem es die Krise als Chance für tiefgreifende Veränderungen nutzt. Wie kann das gelingen?
 
In einem einzigartigen Beteiligungsprozess hat eine Gruppe zufällig ausgeloster Erlanger_innen in einem Bürger_innenrat darüber debattiert. Gemeinsam mit Vertreter_innen aus Zivilgesellschaft, Verbänden, Wissenschaft und Unternehmen haben sie schließlich Vorschläge erarbeitet, wie der Klimaaufbruch vor Ort gestaltet werden kann. Wie in anderen Städten mit ehrgeizigen Klimazielen zeigt sich auch in Erlangen: Nur wenn die ökologische Wende und demokratische Beteiligung Hand in Hand gehen, gelingt das scheinbar Unmögliche: die Entwicklung unserer Gesellschaft hin zu einer Zukunft, die lebenswert ist.
 
Der Film “Zusammen”, der von den Filmemacher_innen Ronja und Niklas von Wurmb-Seibel produziert wurde, erzählt die Geschichte der Menschen, die ein klares Bild vor Augen haben, wie unser Leben klimagerechter und demokratischer werden kann – mit Blick in die Kamera, persönlich, konkret und emotional. Anschließend gab es ein Filmgespräch mit dem Filmteam, Protagonist_innen und Vertreter aus Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft in Bayreuth.
 
Veranstalter: Friedrich Ebert Stiftung
Am 19. November um 19:30 Uhr zeigten das Evangelische Bildungswerk (EBW) und das Zentrum für Globales Lernen (ZGL) sowie die eine Welt Regionalpromotorin für Oberfranken Kirstin Wolf im Cineplex Bayreuth den Film „Vandana Shiva – Ein Leben für die Erde“. Der Film porträtiert die bekannte Umweltaktivistin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises, die weltweit für Saatgutvielfalt, Klimagerechtigkeit und Ernährungssouveränität kämpft.
 
Im Anschluss wurde zu einem Gespräch mit einer/m Expertin/en ein, die/der die Themen des Films aufgreift und zur Diskussion mit dem Publikumeingeladen.
 
Veranstalter: Zentrum Globales Lernen und Evangelisches Bildungswerk Oberfranken Mitte e.V.
In nur 3 Stunden vermittelt der Klima Puzzle Workshop die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. Tauche ein in spannende Diskussionen, lerne von anderen Teilnehmern und habe dabei jede Menge Spaß. Werde aktiv und trage dazu bei, unsere Zukunft zu gestalten! 
 
Veranstalter: Kooperation mit der Ev. Luth. Kirchengemeinde Forchheim – Christuskirche, dem Bürgerzentrum-Mehrgenerationenhaus, Forchheim for Future, Bildung Evangelisch Fränkische Schweiz und dem Bund Naturschutz Forchheim.

RegioCOP 2025 in Bildern